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Aufbau und/oder Funktion eines Anlassers
Der Starter/Anlasser hat die Aufgabe, den Motor im warmen Zustand auf eine Drehzahl von 300 pro Minute oder höher zu bringen. Mit ansteigender Drehzahl sinkt die Stromaufnahme des Bauteils. Nach dem Anspringen wird der Anlasser mechanisch abgekoppelt. Pkw werden mit einem Schub-Schraubtrieb-Starter angelassen.
Liste der Bauteile eines Schub-Schraubtrieb-Starters:
- Einrückhebel
- Einzugswicklung
- Haltewicklung
- Schalter mit großem Querschnitt
- Starterritzel
- Freilauf
- Einspurfeder
- Steilgewinde
- Vorgelege (Planetengetriebe)
- Anker und Ständerwicklung
- Kommutator
Anlasser sind leichte, kleine Elektromotoren
Deren Feldwirkung wurde durch Dauermagneten ersetzt. Ein Magnetschalter stellt beim Anlassen die kurzfristige Ankopplung an den Motor her. Die Verbindung erfolgt über einen Zahnradantrieb. Seiner hohen Drehzahl und des erforderlichen Drehmoments wegen ist ein hohes Übersetzungsverhältnis im Rahmen von 10 bis 20:1 erforderlich, welches mit je einem kleinen Ritzel am Anlasser und einem großen am Schwungrad generiert wird. Beide Ritzel sind gradverzahnt, um leicht einzuspuren. Die Ankerwelle dreht durch ein Planetengetriebe höher bei geringerer Drehmoment-Abgabe.
Dabei bleibt die Leistung des Anlassers konstant
Der modernen Dauermagneten und des geringen Drehmoments wegen ist bei Pkws eine Ständerwicklung unnötig. Die Ansteuerung der Ankerwicklung erfolgt über einen Kommutator. Der verbindet das Gehäuse mit den Ankerwicklungen über zwei bzw. vier feststehende Kohlebürsten.
Gemeinsam mit dem Anker rotiert die Trommel. Die Kohlebürsten werden dagegen gedrückt
Gegeneinander isolierte Segmente bilden die Oberfläche der kleinen Trommel. Der Anker hat halb so viele Wicklungen, wie der Kommutator Segmente hat. Jede Wicklung ist mit zwei gegenüberliegenden Segmenten über ihre Enden verbunden. Der speziellen Anforderungen an Stromfluss und Drehmoment wegen ist der Querschnitt zwischen Segmenten und Kohlebürsten breit. Zwei Wicklungen können bei vier Kohlebürsten gleichzeitig wirksam sein.
Beim Anlassen kann die Stromaufnahme des Starters über 100 A liegen
Der kleine Elektromotor verfügt über keine Kühlung und darf nur kurzzeitig benutzt werden. Bei Belastungstests der Batterie mit kurzgeschlossenem Anlasser muss dies unbedingt beachtet werden, um große Wärmeentwicklung mit den entsprechenden Folgeschäden auszuschließen.
Quelle: Freier Journalist


